Juli-Gelb

Diese Fotos sind vom 19. und 21. Juli 2017, und alle im Garten aufgenommen, auch wenn nur die Ringelblume auf dem letzten Bild der Galerie darauf hinweist – zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken:

 

Bild 1: Nachdem mir gelungen ist, die grüne Raupe am Kleinblütigen Pippau Crepis capillaris näher zu bestimmen, wenn auch nicht vollkommen eindeutig, weiss ich nun, dass sich entweder die Hasenlattich-Eule Hecatera bicolorata oder sie Kompasslattich-Eule Hecatera dysodea sich bei mir im Garten wohlfühlt und fortpflanzt. Die beiden sind sich allerdings sehr ähnlich, und am Kleinblütigen Pippau würden sie beide fressen, also muss mir das erstmal genügen.

Bild 2: Die Braunkolbigen Braun-Dickkopffalter Thymelicus sylvestris lassen sich auch gern auf Kleinblütigem Pippau nieder, überhaupt bevorzugen sie, soweit ich das beobachtet habe, eher kleine Blüten.

Bild 3: Nachblühende Wiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare gibt es nicht viele auf der „Margeriten-Insel“, aber einzelne Blüten haben sich im Juli noch einmal entwickeln können. Wichtiger ist mir zu sehen, dass die leeren braunen Körbchen daneben ihre Samen verstreut haben, für das Nachwachsen im kommenden Jahr.

Bild 4: das Jakobsgreiskraut Senecio jacobaea ist ein Insektenliebling, ganz gleich ob Falter oder Bienen – hier ist es mit einer Wildbiene zu sehen und mit Hasenklee Trifolium pratense und Gräsern.

Bild 5: Auch das Ferkelkraut Hypochaeris radicata blüht zwischen den reifen Gräsern auf der Wiesen-Insel neben Kleinblütigem Pippau und Feinstrahl noch einmal nach. Auf dem Foto sitzt zwar gerade kein Insekt darauf, aber die verschiedenen Wildbienen, Dickkopffalter und Hummeln freut’s.

Bild 6: Die goldenen Knöpfe des Rainfarn Tanacetum vulgare haben seit Mitte Juli ihre schönste Zeit, die bis jetzt, Mitte August, immernoch anhält und auch die kleinen Wildbienen nach wie vor anzieht. Es sind stets die kleinen, aber dafür kommen sie immer recht zahlreich, oft zu sehen ist auch die kleine Faltenwespenart vom nächsten Foto, Ancistrocerus trifasciatus.

Bild 7: Auf dem Rainfarn ist sie auch häufig anzutreffen, die kleine, solitäre Faltenwespenart Ancistrocerus trifasciatus mit dem charakteristisch gestreiften Hinterleib, vor allem, weil sie auch gern den nebenan stehenden Feinstrahl besucht, denn sie leben von Pollen und Nektar; die Weibchen bauen ihre Nester vor allem in hohlen Stängeln und tragen als Larvennahrung Raupen von Kleinschmetterlingen hinein.

Bild 8: hier ist die einzige „richtige Gartenblume“ der Galerie zu sehen, eine normale, ungefüllte Ringelblumensorte reproduziert sich im Garten schon seit mehreren Jahren, und besonders gern werden sie von Bienen besucht, die darin kreisend Pollen aufnehmen, also verschiedene Hosenbienen Dasypoda, manche davon langsamer, andere so geschwind, dass es kaum mit blossem Auge zu verfolgen ist – diese hier war langsam genug für mich, und die gelben Hosen sind gut zu erkennen.

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11 Gedanken zu “Juli-Gelb

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