Vier Bilder noch aus Budapest

Vier Bilder noch aus Budapest, wieder aus dem mehr oder weniger fahrenden Auto entstanden:
Angefangen am Fuss des Burghügels, im Strassenverkehr auf der Várfok utca, in der Nähe des “Post-Palasts“, beim Überqueren der Vérmező út, um auf der Várfok utca weiterzufahren, letztlich stadtauswärts, zur Autobahn, zurück nach Győr. Der Feierabendverkehr war für das Fotografieren unterwegs eine willkommene Erscheinung.

 

Nur wenige gefahrene Meter weiter könnte ich ihn endlich fotografieren, den Postapalota, den ich schon von der Befestigung auf dem Burghügel herunter gesehen hatte: der „Palast“ , die Zentrale der ungarischen Post, wurde wegen des wachsenden Bedarfs der Post- und Telefongesellschaft schon vor dem ersten Weltkrieg projektiert, aber erst in den zwanziger Jahren nach Plänen von Kunstprofessor und Architekt Gyula Sándy gebaut. Nach Zerstörungen, verursacht durch den zweiten Weltkrieg, wurden viele Schäden repariert, aber manche Verluste an dekorativer Baukunst nicht wieder hergestellt. 2008 gab die Post das Gebäude auf, erst seit 2016 wird es mit großem Aufwand von einem Investor restauriert, spätere Veränderungen der Fassade sollen wieder dem Entwurf Gyula Sándys entsprechen, man verspricht sich von dem aufsehenerregenden Bau eine weitere Attraktion für Touristen, die ihre Aufmerksamkeit bisher vorwiegend auf den südöstlichen Teil des Burghügels beschränken.
Die beiden letzten Fotos von Budapest sind ca. 850 m weiter und vielleicht 5 Minuten später auf der Alkotás utca entstanden und zeigen dasselbe Haus, einmal einigermassen als Ganzes, einmal im Detail:

 

Es ist als Sehenswürdigkeit unbekannt, weil es sich um ein privates Gebäude handelt, das Haus mit der Nr. 13 auf der Alkotás utca. Ich entdeckte es zwischen der Abzweigung der Greguss utca und der Nagyenyed utca, schräg gegenüber des grossen Budapester Südbahnhofs Déli pályaudvar im Westen von Buda – der heisst so, weil der Zugverkehr von dort meist nach Süden geht.
Außer der gezeigten Figur wurde das Haus mit weiterem Figurenschmuck und anderem, reichem Dekor versehen, u.a. gibt es Löwen, einen drachentötenden St. Georg und Säulenschmuck. Einen imponierenden Ausblick auf den Burghügel darf man als gesichert voraussetzen. Es soll 1927 im Auftrag eines Herrn Róbert Morai für ihn und seine Gattin errichtet worden sein, im Parterre mit Geschäftsräumen, so las ich in einem reich bebilderten, ungarischsprachigen Blog, den ich allein schon wegen der Bildeindrücke anzusehen empfehle > hier klicken. Einem Kommentar unter dem Artikel zufolge hiesse es wohl „Eiffel-Haus“ Eiffel ház, weil man Pläne der Budapester Niederlassung des Pariser Architekturbüros „Eiffel & Cie“ zuschreibt. Es wurde wohl schon versucht, das Haus unter Denkmalschutz zu stellen, es wurde aber für nicht ausreichend „besonders“ gehalten. – Nun: mir ist es sofort aufgefallen, und so wurde es bei mir im Blog im wortwörtlichen Sinne ein Denkmal.

Fotos vom Spätnachmittag / frühen Abend des 11. Juli 2017 in Budapest, Ungarn – bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken, dann findet sich auch noch der eine oder andere informative Link.

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