Abseits der Autobahn

Nach dem Besuch in Neusiedl am See vom 7. Juli 2017 sollte es eigentlich über die Autobahn zurückgehen nach Győr, aber bei der Annäherung an den Grenzübergang war bereits zu sehen, dass er sich zunehmend mit LKWs und sicherlich auch dazwischen festhängenden PKWs zu verstopfen schien. Ob es nun daran lag, dass die staatlich-österreichische ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) diesen Freitagnachmittag beschlossen hatte, die Autobahnmaut-„Pickerl“ ganz besonders gründlich zu kontrollieren, statt nur ab und zu draufzuschauen, oder ob es eine Kollision gegeben hatte, ließ sich nur vermuten.
So genau muss man es ja auch nicht wissen, wenn man außen herum auch fahren kann, über die Landstrasse zwischen den Dörfern Nickelsdorf und Hegyeshalom.
Leider stellte sich wenig später auf der durch die ungarische Kleinstadt Mosonmagyaróvár führenden Hauptstrasse, der Szent István király út schnell heraus, dass schon zahlreiche andere kleine und grosse Fahrzeuge derselben grandiosen Idee folgten, was auf einen Autobahn-Stau hindeutete, der sich auf der ungarischen Seite fortsetzte, statt sich aufzulösen.
Ein bisschen Ortskenntnis verhalf uns zu einer ungeplanten, aber für’s Auge viel interessanteren > Strecke nach Győr – vorausgesetzt, das Auge störte sich nicht an der total verbatzten Windschutzscheibe:

 

Die alte grüne Eisenbrücke überquert die Mosoni Duna an einer Stelle, wo sie sich noch in einem grösseren Abstand zum Hauptstrom der Donau durch die Landschaft schlängelt, und dieser Streifen zwischen der slowakisch-ungarischen Grenze, die in der großen Donau verläuft, und der Mosoni Duna, der ist sehr viel weniger verkehrsreich. An Holperstrassen darf man sich halt nicht stören, und dass die Fahrt auf schmalen Dorfstrassen erheblich länger dauert, als über die Autobahn, ist eh klar.
Dafür gibt es viele Storchennester auf den Strommasten neben der Strasse und Dörfer, die anders aussehen als bei uns.
Auf dieser Strecke war ich außerdem froh, dass Bongo zuhause in Lüchow geblieben war, denn solche Schaukel-Strecken kann er gar nicht gut ab und weigert sich nach einer solchen Zumutung, überhaupt wieder in ein Auto einzusteigen. Ich fand es aber trotz des anhaltenden Geschuckels schön.
Diese vier kleinen Bilder sind vom Abend des 7. Juli 2017, entstanden in Ungarn, zwischen Mosonmagyaróvár und Győr. Man kann sie noch durch Anklicken vergrössern, aber weil sie während der Fahrt durch die fleckige Scheibe aus dem Auto geschossen wurden, habe ich sie etwas kleiner hochgeladen, als sonst.

Vom Rest des Tages gibt es keine Fotos; da war noch etwas mit Einkaufen verschiedener, möglichst ungarischer Lebensmittel in Győr, wie frisches, fluffiges Brot, Butter, Tomaten, Paprika-Salami, Räucherkäse, Milch, Nektarinen, Wein und anderem mehr, anschließend Abendessen und Faulenzen.

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7 Gedanken zu “Abseits der Autobahn

        • Bedenklich ist ja, dass die Grünstreifen in der Autobahnmitte und die Seiten, solange sie ungemäht dastehen, mehr Insektenparadies sind, als so mancher Feldweg-Randstreifen. Disteln, Lupinen, Jakobskraut, Königskerzen und viele andere wirklich insektennützliche Pflanzen wachsen dort reichlich, und wer dort oft zu fahren hat, wird bei Blogs, die Insektenschutz anmahnen, wahrscheinlich annehmen, dass die Verfasser einen ziemlichen Knall haben. Aber solche Flächen haben eben eine besondere Situation.
          In Tschechien und der Slowakei mit der viel mehr walddurchsetzten Landschaft sah es auch viel besser aus.
          In Ungarn wird in Donaunähe und am Balaton chemisch Mückenschutz betrieben, das ist wieder ein anderes Kapitel, aber was dort an Schwalben herumsaust, scheint demnach satt zu werden.

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          • Ich gönne ja allen Wohlstand und Fortschritt, bin aber auch froh, daß es Regionen gibt, die noch nicht dermaßen industrialisiert sind. Ich vermisse beispielsweise die Sandwege meiner Kindheit. Ist doch heute hier bei uns alles ! asphaltiert. Wenn es in diesen Ländern noch Wegränder oder Straßen mit Unkraut und dadurch viele Insekten gibt, freut mich das. Da müßten wir eigentlich ein Stück hin zurück…oder ?

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