Bongo im Garten

Bongo im Garten

Das ist einer der vielen Plätze, auf denen Bongo gern liegt und den Garten sowie die Umgebung in entspannter Haltung …. kann man dann sagen: „bewacht“?
Ja – das kann man sagen, denn er döst draussen zwar oft mit schläfrigen oder geschlossenen Augen und mucksmäuschenstill an den gerade von ihm gerade für passend gehaltenen Platz auf dem wahlweise sonnigen oder schattigen Gras, im Heidekraut, das leider danach so schnell nicht mehr aufsteht, aber dennoch gibt er bei Bedarf den „Wachhund“, überraschend schnell und laut, bis der Anlass vorbei ist.
Bei Hitze versucht er auch immer wieder, sich heimlich in die feuchteste Ecke des Gartens – an den Gabionen ins Sommerblumenbeet – zu schleichen. Wenn er sich dort mit einer zusätzlich ins Feuchte gegrabenen Liegekuhle eingenistet hat, dann ist die Stelle bis zum nächsten Jahr Blumenbeet gewesen.
Wenn ich in den Garten komme, muss ich ihn oft suchen bzw. mehrmals rufen, weil er sich mit der schattigen Umgebung völlig verbunden hat und auch nicht sofort kommt, sondern erst einen erkennbaren Grund und / oder eine gewisse Ernsthaftigkeit in der Stimme abwartet, weshalb er sich zu erkennen geben sollte.
Liegt Bongo jedoch so unterhalb der Vogeltränke, sind die einzigen Gartenbenutzer, die etwas dagegen haben, die Vögel, aber sie können ja zu den anderen ausweichen.
Übrigens trinkt er selbst auch recht gern aus den „hochstieligen Kelchen“, solange das Wasser darin noch kühl ist. Anfangs wunderte ich mich, warum ich schon wieder auffüllen musste, kaum dass ich mit dem Wassereimer einmal um das Haus gegangen war.
Überhaupt bevorzugt Bongo das biologisch angereicherte Wasser, das draussen in verschiedenen Schüsseln, Schalen und eben diesen hohen Vogelbädern steht. Aus dem sauberen Napf in der Küche trinkt er nach Möglichkeit höchstens nach seiner Mahlzeit.
Das hat übrigens – sorry, Hundebedarfs-Fachhandel – nichts mit Höhe zu tun, in der Wasser für ihn erreichbar ist, denn am allerliebsten trinkt er aus dem in den Boden gesenkten Maurerkübel mit den Sumpf-Schwertlilien, selbst wenn der Wasserstand unter Bodenlevel ist, bzw. einer grossen Schale voll Wasser, die eigentlich für Vögel und Kleintiere am Beetrand steht, die nicht an die eisernen Vogeltränken heranreichen oder -wollen.
Wenn Bongo doch mal genug davon hat, in semi-wacher Stimmung den Garten und den vorbeiführenden Weg zu beaufsichtigen*, kommt er zur Wohnungs- oder Terrassentür und postiert sich stumm und stoisch davor, bis ihn einer von uns bemerkt und hereinlässt.
Dann geht er in seinen Korb, der in einer Wohnzimmerecke steht, kringelt sich ein und gräbt die Nase in seine Decke, oder er streckt sich auf dem Fliesenboden hinter einem der Sessel aus, zwar am Fenster, aber dennoch nur wenig vom Geschehen drinnen und draussen belästigt, und dann gönnt er sich einen richtig entspannten Schlaf; wir können schließlich auch mal auf ihn aufpassen, scheint das zu bedeuten.

Das Foto aus dem Garten ist vom 3. Juli 2017, hinter Bongo ist eine der Wiesen-Inseln zu sehen.
Nachdem Bongo mit unseren jüngeren Sohn und Freunden eine Woche lang Haus und Garten gehütet hat, bin ich nun wieder zurück, und ab heute kommen wieder mehr Foto-Beiträge in den Blog, als nur ein (vorbereiteter) Artikel pro Tag.
Ganz herzlich bedanke mich bei allen, die dafür vorbeigeschaut, gelesen, geliked, kommentiert, Grüsse geschrieben und sogar den Folge-Button gedrückt haben!

* Essensduft ist natürlich auch immer ein Grund, mal einen fragenden Blick durch die Küchentür zu werfen. Aber das versteht sich für einen „gelernten Strassenhund“ wohl von selbst.

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8 Gedanken zu “Bongo im Garten

  1. Oh ja, sehr schön. Und was lernen wir daraus? Wenn Bongo erstmal im Heidekraut liegt, aber das hat nichts mit Höhe zu tun, sondern, Moment, ah mit Schüsseln und Vögeln, oke, und semi-wacher Stimmung. Ja, seine Geschichte, sowieso ^^

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  2. Das Niederbüffeln ist die Essenz der Bongohaftigkeit beim Liegen. Möglicherweise wird das Heidekraut einfach zuwenig geschnuckt. So eine kleine Herde würde Bongo sicherlich gefallen, das Spazierengehen bekäme eine neue Dimension, aber ich mag nicht stricken.
    Anmerken möchte ich, dass Lüneburgerheide-Heidekraut den Naturparkbestimmungen gemäss das Campieren nicht erlaubt und außer von Schnucken und wildlebenden Vierbeinern nicht betreten werden darf.
    Möglicherweise wagen es deshalb auch die verunsicherten Schnucken nicht mehr, sich zu räkeln. Schließlich haben sie im Sinne des Fremdenverkehrs auch darauf zu achten, dass alles so stimmt, wie auf den Postkarten abgebildet und in alten Volksliedern, wie zum Beispiel dem bekannten „Schnucken liegen nicht“.

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      • Das Schäfchen ist für die linke, das Wölfchen für die rechte Hand, glaube ich, Yin und Yang.
        Bei so einem Handschuhkonzept kann man nur hoffen, dass der Träger keine zwei- bis dreigespaltene Persönlichkeit enwickelt. „Ich war’s nicht,“ und dann sollen es Schaf oder Wolf gewesen sein. Schlimmer noch: Schaf und Wolf gemeinsam! Wobei die untere Lösung mehr was für hingebungsvolle Verschmezungsromantiker bleibt.

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  3. Ach ja, der süße Bongo weiß eben, was gut ist und sorgt ausgezeichnet für sich und manchmal eben auch für seine Lieben 🙂 Jetzt im Vergleich mit Bongo sehe ich erst, wie klein die Vogeltränke ist. Wenn man nur die Vögel auf der Kante sieht, erscheint sie viel größer, hihi ! Naja, letzten Endes wirkt Bongo wie andere Tiere in der Natur. Wie Biber z.B. Wo er liegt, wächst nichts mehr, dafür kannst du dort dann im neuen Jahr ganz neue Pflanzen setzen. Ist ja auch was wert 😉

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