Grünes

Beim Veröffentlichen der Fotos vom 26. Juni 2016 teile ich die Bilder wieder in Farb-Häppchen auf. Dieses ist das Grüne.
Mit meinen Blog-Beiträgen will ich ja nicht nur anderen Betrachtern zu zeigen, wie interessant ein Garten sein kann, in dem man den Wildpflanzen und Insekten Raum gibt, sondern auch wegen der praktischen Vergleichsmöglichmöglichkeiten, die ich für mich selbst schon oft anhand meiner so lang geführten Gartenbeiträge ziehen kann.

 

Zum Beispiel wurde der linke, ältere und größere der beiden Weinrebstöcke auf Bild 1 > im Mai 2011 gepflanzt und in meinem ersten Blog > Puzzle* … lieber verwirrt als gelangweilt veröffentlicht.
Das zu finden ist für mich mit meinen Stichworten einfach, und die Tagebuchfunktion des Bloggens funktioniert für mich immer wieder sehr erfreulich, auch wenn das nicht auch viele andere Leser interessiert. Muss es ja auch nicht. Aber mir gibt es etwas, nachgucken zu können, wann und was ich auch schon einmal über die Gelbe Sumpf-Schwertlilie Iris pseudacorus geschrieben habe, die mich seit dem Ausgraben in der Feldmark 1970 für den Gartenteich meiner Eltern im Garten begleiten. Der beste Artikel in der Hinsicht ist dieser > Ein bißchen vom Garten … | 2012/05/28 von puzzle*. 2010 habe ich die Sumpfiris mit dem Bezug des neuen Hauses aus der Obhut der Nachbarn währen der Bauphase geholt und wieder eingesetzt, und sie haben es ohne Teich auch ausgehalten, wenn auch nicht gerade üppig. Darum haben sie in diesem Sommer nach 7 Jahren endlich einen eingesenkten Mörtelbottich bekommen, in dem ihr Wurzeln die feuchten Verhältnisse bekommmen, die sie am liebsten mögen. Einige der Pflanzen waren schon > seit der 4. Maiwoche diesen Jahres in besagtem Kübel, einige folgten erst einen Monat später, nach dem Abblühen der Taglilien, mit denen sie vermischt waren, und die ich sowieso ausgraben und teilen wollte.

 

Die Grüne Rose Rosa viridiflora – wie lange ist die nun auch schon in meinem Garten! Ich hatte nicht damit gerechnet, dass eine so seltsame Rosenmutation über die komplikationslose Vitalität einer wilden Rose verfügen könnte, auch wenn sie nicht so starkwüchsig ist. Es sind zwar nach all dem Umpflanzen und Wühlmaushunger nur noch zwei der anfangs fünf > vor sechs Jahren am 30. Mai 2011 sehr jung gekauften Pflanzen übrig, aber das ist ja auch normal.
In diesem insektenverarmten Jahr darf ich mich im Garten dennoch über neue, hier noch nicht gesehene Besucher freuen, wie diese langgestreckte gelb-schwarze Wespenart, die sich, in einer Hohen Fetthenne Sedum telephium verborgen meinend, gemütlich putzte. Aber ob es sich um eine der Echten Grabwespe Crabronidae handelt oder doch um eine andere Art, kann ich nach den Bildern nicht näher feststellen.
Bei der Weinbergschnecke Helix pomatia auf dem vorletzten Beitragsfoto ist das eindeutig. Vor einigen unbestimmbaren Jahren hatte ich mir – bekennende Gehäuseschnecken-Liebhaberin – von einem Spaziergang am Bahndamm eine Handvoll mitgebracht bzw. immer mal wieder eine, wenn ich die anderen lange nicht gesehen hatte. Ich glaube, die Elstern fressen sie auch, wenn sie schon groß sind, die Amseln schnappen sich die kleinen.

 

Auch von draussen in den Garten gebracht ist die kleine Korkenzieherweide, Salix matsudana ‚Tortuosa‘, einer Kulturform der Chinesischen Weide Salix matsudana, die ich am 26. Juni aus dem Topf in den Boden am Fuß der Eiche gesetzt habe. Kurz vor Ostern hatte ich mehrere Abschnitte einer Korkenzieherweide aus dem vorbereiteten Haufen für das Osterfeuer herausgezogen und so am 9. April 2017 > Vom Osterfeuerhaufen gerettet. Dass die Eiche noch einmal eine richtig „baumgemässe“ Krone bekommt, steht ja ausser Frage, und auch ihre Lebensdauer ist, trotz Austrieb, ungewiss, da kann es nicht schaden, wenn diese Weidenart nahebei steht. Bei dem krass Gelbgrünen rechts im Bild handelt es sich um blühendes Echtes Labkraut Galium verum, im Sommer 2015 probeweise gepflanzt, in der Hoffnung, dass es mit den Lichtbedingungen und der Trockenheit unter der Eichenkrone zurechtkommt. In diesem Jahr, ohne die beschattende Krone darüber, hat es sich sehr gut entwickelt. Schade nur, dass es von den Regenfällen nach dem Entstehen dieses Fotos immer wieder so stark niedergedrückt wird, dass es sich inzwischen kaum noch aufrichten läßt. Aber der Duft ist wundervoll und verströmt bei jedem Wetter! Auf Englisch wird es „Lady’s Bedstraw“ genannt – kann man sich gut vorstellen, dass zur Zeit der Strohsäcke in der Bettstatt diese getrocknete Duftpflanze ein Luxusbett bereitete.

Fotos vom 26. Juni 2017, im Garten aufgenommen – zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken und bei Interesse und Neugier die Links im Text, die zu den genannten Blogbeiträgen führen.

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2 Gedanken zu “Grünes

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