Nochmal „irgendwie rosa“

… nicht „richtig rosa“, auch nicht „richtig weiss“, aber deshalb und weil sogar ihre Formen entfernt ähnlich sind, bekommen die beiden nicht richtig guten Fotos einen Artikel, weil ich beide Pflanzen im Garten interessant finde, wenn man etwas für unscheinbare Kleinigkeiten übrig hat:

Das eine ist der Hasenklee Trifolium arvense, ein trockenheits- und sandbodentoleranter einjähriger Klee mit weichen Blütenständen, die an Hasenpfötchen erinnern. Ich habe ihn mir mal in den Garten geholt und auf einen hoffnungslos sandigen Platz gepflanzt, wo er sich seit einigen Jahren immer selbst versät und wenigstens in der wärmeren Jahreszeit Lücken füllt, zu denen die Rasensaat keine Lust hat, so dass er ganz nebenbei mit seinen vorjährigen oberirdischen und den zergehenden Wurzelresten den Boden lockert und verbessert; Hummeln mögen ihn und es sieht lustig aus, wenn sie die „Pfötchen“ anfliegen und dann überraschenderweise daran wegen ihres Gewichts herunterbaumeln. Der Nektar scheint ziemlich lecker zu sein, weil sich die Hummeln davon nicht stören lassen.

Das zweite Foto zeigt sogenannte „weisse Erdbeeren“. Einen Schönheitspreis gewinnen sie nicht, aber ihr Geschmack ist köstlich! 2015 gepflanzt und 2016 wegen sommerlicher Abwesenheit vergessen, habe ich sie zufällig in diesem Juni zwischen anderen Erdbeerpflanzen wiederentdeckt, wo ich die Probepflänzchen dazwischengesetzt hatte.
Die Bezugsquelle ist nicht erwähnenswert, denn die haben sie als „weiss“ und nicht unter dem tatsächlichen Sortennamen verkauft. Weisslich-rosa gefärbte gibt es dagegen einige schon weit über hundert Jahre alte Sorten, von denen „meine“ in Form und Geschmack am ehesten der Fragaria x ananassa ‚Weiße Ananas’ zu entsprechen scheint, einer 1860 entstandenen und noch bis 1940 in den alten Gartenbüchern empfohlenen Züchtung mit Garten-Erdbeeren und Chile-Erdbeeren. Ein echtes Geschmackserlebnis ist sie, egal wie sie heißt, vor allem im Vergleich zu den gruselig faden modernen Erdbeeren im Handel. Eine Quelle habe ich im Web gefunden, mit einem Hinweis auf eine österreichische Sorte „mit rosa Bäckchen“, die ich ausprobieren werde, aber die Quelle könnt ihr wahrscheinlich selbst finden.

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