Gartenbunt: Weiss, Gelb, Orange

Dies ist wieder eine „Quer-durch-den-Garten“-Sammlung mit Fotos vom vergangenen Sonntag:

 

Die ersten beiden Fotos zeigen die Kandelaber-Königskerze: die legt nun richtig los und öffnet ihre ersten Blüten an der Spitze der ersten „Kerze“ auf dem Leuchter. Man kann auf dem zweiten Foto sehen, dass es Anlagen zu Verzweigungen gibt, die ihrerseits Blütenknospen tragen. Verbascum olympicum ist nicht nur eine zweijährige Pflanze, wie die einheimischen Königskerzen, die nach der Blüte eingehen, als Staude ist die ursprünglich in Griechenland und der Türkei beheimatete Pflanze am richtigen Standort ausdauernd. Seit Mitte Juni 2015 gedeiht sie dort und ich bin begeistert von dieser Pflanze.

 

Auf dem dritten Foto sind die ersten sich öffnenden Blüten der weissen Tantau-Beetrose ‚Aspirin‘ zu sehen, die sich – ebenfalls seit 2015 – im Beet mit Frauenmantel und Oregano auch ohne großes Aufhebens ganz wohl fühlt. Garten-Rosen sind gar nicht immer so zickig, wenn man die richtigen Sorten findet. Diese ist nicht schwieriger in der Pflege als die wilden Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare auf Bild 4, die ich bereits einige Jahre früher als kleines Büschel vom Strassenrand in den Garten gebracht hatte, nämlich im Sommer 2012. Bedeckte es damals nicht mehr Fläche als ein Unterteller für eine normale Kaffeetasse, ist die Margeriten-Insel jetzt schätzungsweise 4 Quadratmeter groß.

 

Das Orangerote Habichtskraut Hieracium aurantiacum zählt ebenfalls seit Jahren zu meinen Lieblingspflanzen im Garten, und nicht nur mir gefällt das heiter dort herumwandernde Kraut, sondern auch vielen Insektenarten, vor allem verschiedenen Wildbienen. Wie die Kleine auf dem sechsten Foto heißt, weiß ich allerdings nicht. Das linke Foto bekommt seinen gelbgrünen Schimmer im Hintergrund vom blühenden Frauenmantel und von der Sonne, das Blaugrün rechts kommt vom Schöllkraut im Schatten – das Orangerote Habichtskraut macht viele Standorte mit.

 

Der Saatmohn Papaver dubium mit seinen matt-orangefarbenen oder ziegelroten zarten Blüten ist auch so ein Herumtreiber im Garten, mal grösser, mal winzig, je nach Standort.
Ich mag halt solche Pflanzen, die sich immer wieder ein Plätzchen finden können, wenn man nicht zu denen gehört, die Hacke und Harke alles „ordentlich“ machen, noch bevor man Sämlinge wirklich erkennen und identifizieren kann. Warum nicht auch mal ein paar Wochen warten? Sogar wenn sie wirklich nicht dort bleiben sollen, wo sie gekeimt haben, kann man Mohnpflänzchen mit ihrer zarten Pfahlwurzel gut einen anderen Platz geben, sogar wenn sie schon älter sind.

Fotos aus dem Garten vom 11. Juni 2017, Lüchow – zum Vergrössern der Fotos bitte die kleinen Bilder anklicken.

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19 Gedanken zu “Gartenbunt: Weiss, Gelb, Orange

    • Hat meine Mutter auch immer gesagt, und mein Widerwille war genauso groß, weil irgendetwas daran immer furchtbar war, z.B. der Sellerie und die schwabbeligen Schweinefleischstücke, gern auch mal mit Schwarte. Aussortieren durfte man ja nicht. Ich glaube, früher wurde sogar noch extra Schmalz daran getan, um die Suppe aufzufetten. In späteren Jahren hat meine Mutter zum Glück einige Veränderungen daran vorgenommen, aber leider war das erst nach meiner Kindheit.
      Vielleicht verwende ich darum den Ausdruck so gern für etwas ganz Anderes, als positive Neubesetzung. Ich hoffe, es wirkt auch bei dir eines Tages 🙂

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  1. Wunderschöne Fotos! In das orangerote Habichtskraut habe ich mich inzwischen auch verliebt, ich kannte das früher gar nicht…Hier in Niederbayern blüht es auf Wiesen und am Wegesrand. Ich weiß nicht, ob ich das früher irgendwie übersehen hatte oder ob es in bestimmten Gegenden kaum wild vorkommt?

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  2. Eine schöne bunte Mischung. Das Habichtskraut finde ich auch wunderschön (wenn du mal ein paar Samen hast 😉 Kann sie Schatten ab ? Und die Margeriteninsel muß auch prächtig aussehen. Schön ! Und wie hoch ist die Kandelaber-Königskerze ???

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    • Das Orangerote Habichtskraut kann zumindest Standorte mit wenig Sonne ab, das ist zwar nicht dasselbe, aber einen Versuch kann nicht schaden.
      Die Kandelaber-Königskerze müsste aktuell ungefähr 1,8 m hoch sein, die Blattrosette hat ungefähr 1 m Durchmesser – also balkonuntauglich, leider.

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