Neu im Garten: die Hummel-Waldschwebfliege

Die mit ihrer Farbe und Gestalt sehr erdhummelähnliche Hummel-Waldschwebfliege Volucella bombylans var. plumata ist in meinem Garten eine neue Erscheinung, nicht nur in dieser speziellen der häufigsten Farbvarianten, sondern überhaupt; sie besucht im Garten bevorzugt das Raue Milchkraut Leontodon hispidus, hier ist sie mit einer Raufüssigen Hosenbiene und einer zum Bestimmen zu wuschigen Faltenwespe zu sehen:

 

Nicht nur ihre Farben erinnern an eine Hummel, auch ihre Grösse bis 15 mm ist entsprechend, und das mit gutem Grund: sie legt ihre Eier in Hummelnestern ab, wo diese sich vorwiegend von organischen Abfällen ernähren, manchmal sich auch an lebenden Larven vergreifen.
Die weiblichen Hummel-Waldschwebfliegen werden oft schon beim Eindringen in bewachte Hummelnester tödlich angegriffen und können vor ihrem Tod gerade noch die Eiablage bewältigen.
Diese Schwebfliegenart fliegt in zwei Generationen von Mai bis August, es gibt sie in Eurasien bis Sibirien und in Nordamerika, normalerweise in Deutschland an Waldrändern, auf Wiesen und offenem Gelände zu finden, heißt es, und da dieser Garten sich in Ortsrandlage befindet, ist das auch kein Widerspruch.

Ihre Vorliebe für die Milchkrautblüten teilen sich die Hummel-Waldschwebfliegen momentan mit der Raufüssigen Hosenbiene Dasypoda hirtipes, die sich mit ihren bereits dick goldgelb vollgesammelten Hosen darin kreiselnd noch weitere Pollen „draufschaffen“.
Die Weibchen legen ihre Nester im Sand oder lockerer Erde an, wie die Sandbienen. Sie waren schon im vergangenen Jahr im Garten, allerdings noch nicht so viele. Ich freue mich, nun schon eine kleine „Population“ hier zu haben, nicht nur einzelne verirrte Gäste. Die Geduld bei der „Wiesen-Verinselung“ lohnt sich also tatsächlich auch in natura, nicht nur wegen eines eventuellen besseren Gewissens.

Fotos von einer der Wiesen-Inseln im Garten vom 11. Juni 2017 – zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

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3 Gedanken zu “Neu im Garten: die Hummel-Waldschwebfliege

  1. Dein Biotop bekommt immer mehr Zuwachs – das ist doch fantastisch !! Bei den Namen deiner Gäster wie beispielsweise der Raufüssigen Hosenbiene frage ich mich allerdings, ob ich nicht bei den Hobbits gelandet bin 😉

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