Ein paar Bilder vom Wegrand …

Ein paar Bilder vom Wegrand – weniger, weil die Motive so spektakulär waren, sondern weil in diesem Jahr hie die Wegränder endlich mal wieder unrasiert in die Höhe wachsen dürfen:

 

Der Insektenmangel zeigt aber leider, dass man es beispielsweise mit dem Abmähen der Futterpflanzen für Tagfalter in den vergangenen Jahren grob übertrieben hat: nun gibt es Brennnesseln, aber keine Tagpfauenaugen und Kleinen Füchse mehr, deren Raupen man mit der Mäherei vernichtet hat.
Ich behaupte ausserdem auch, dass die Blühstreifen-Experimente kontraproduktiv gewirkt haben, weil sie im Sommer mit der Ernte und allem Leben darin vergiftet und umgepflügt wurden. In diesem Jahr gibt es hier keine solchen pseudonaturschützerischen Zierstreifen voller Fremdpflanzen mehr, und ich glaube, das ist auch besser so, wenn man sich auf die Werte der von einheimischen Pflanzen besetzten wilden Wegränder zurückbesinnt, deren Kräuter den Tieren, vor allem den Insekten, wirklich nützen. Es kommt zur Zeit vor, dass ich in einer ganzen Stunde Hundespaziergang durch die Feldmark keinen oder allenfalls 2 bis 3 Falter sehe, und nicht etwa, weil ich ohne Brille herumlaufe. Sie sind einfach weg. Der Vogelschmeiß-Spanner war zum Beispiel bei diesem Mal neben ein paar Langfühlermotten der einzige Schmetterling, der Marienkäfer einer von drei und ein paar Larven.
Die Fotos sind vom Nachmittag des 10. Juni 2017, Wegränder von einem unserer üblichen Spaziergänge durch die Feldmark bei Lüchow – zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

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15 Gedanken zu “Ein paar Bilder vom Wegrand …

        • Die Wegränder nicht, aber alles andere ist relativ grossräumiges Ackerland, nicht so kleinteilig wie in anderen Teilen des Wendlands. Wir haben hier seit einigen Jahren fast keine Wiesen mehr und kaum Baumgruppen. Agrarland, keine Natur im eigentlichen Sinne.

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            • Weil die MIlchviehhaltung abgeschafft wurde, hat sich alles verändert. Als ich Kind war, liefen an dem, was jetzt mein Grundstück ist, täglich bis zu acht Kuhherden vorbei, auf dem Weg zur Weide.
              Ich war damals auch so eine Blumenpflückerin und heute gar nicht mehr; genau wie du schreibst, ist der Genuss, sie fotografierend zu würdigen, besser für alle. 🙂

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              • Das stimmt. Milchvieh gibt es zwar noch, aber nur ganz wenige.
                Es gab auch viel mehr Insekten, heute muss man sie suchen. Meine Lilien hatten immer einen Lilienkäfer. Dieses Jahr gar nicht und die anderen Käferlein, die man am Wegesrand so findet, haben sich auch dezimiert. Gerne habe ich sie fotografiert, sind kleine Schönheiten dabei 😊

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                • Wenn dir die Lilienkäfer fehlen: da könnte ich aushelfen! Die sind da. Aber viele andere sind nicht da, vor allem bei den Schmetterlingen fällt es sehr auf, bei den Honigbienen, aber auch bei den Hummeln und Käfern.
                  Wie oben geschrieben, haben diesmal die Vernichter der Wegränder (noch) nicht zugeschlagen, insofern hoffe ich, dass diese Bereiche die darin trotz allem lebenden Tierchen zur Vermehrung ermutigen und sich das kommende Jahr wieder besser darstellt. Dieses Jahr sorgt hoffentlich für mehr allgemeine Einsicht in die Zusammenhänge .

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                    • So viele sind es nicht, also lasse ich sie einfach sitzen. Oft sehe ich Spatzen an den Pflanzen herumpicken, Blattläuse fressen sie ja auch., warum nicht auch Lilienkäfer? Ich meine die schwarzen runden mit den weissen Punkten, nicht die Lilienhähnchen. Die Taglilien, die ich habe, schmecken ihnen nicht und bei den Bartiris sind sie auch nur teilweise so unverschämt gewesen, dass man die Löcher von weitem sieht. Nicht so schlimm, dass man sich aufregen müßte.

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  1. Mir fällt auch auf, dass es weniger exotisch anmutende Blühstreifen gibt, dafür mehr schlichtere oder stehen gelassene Wegränder. Wenn ich früher für einen mit Giersch bewachsenenen Waldweg 1 Stunde zum Betrachten der Insekten gebraucht habe, bin ich heute nach 10 Minuten durch. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich der Insektenbestand in den Folgejahren erholt. Es geht rapide bergab. Spanner lassen sich noch finden und fotogfafieren!

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    • Ganz so habe ich das beobachtet.
      Mir ist aber auch eingefallen, dass ich in den vorigen beiden Jahren die Kamera häufig daheimgelassen hatte, weil es insbesondere die Sommer über so stark windig war – ob zu starker Wind auch das ein Faktor sein könnte für den Mangel? Nach meiner Beobachtung sind die Insekten oft regelrecht von den Blüten weggerissen worden und hatten mit Sicherheit auch Landeprobleme, was sich letztendlich ja über jedes einzelne hungernde und beschädigte Individuum auf die Gesamtheit auswirken könnte.

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