Quer durch den Garten

Quer durch den Garten am 8. Juni 2017:

Der Goldfelberich Lysimachia punctata, auch Gilbweiderich genannt, steht schon seit Tagen in voller Blüte, aber wann immer ich nachsehe, sind seine Blüten unbesucht. Ich bin gespannt, wen ich daran doch noch einmal „erwischen“ kann. Richtig gefragt sind die Blüten des Rauen Milchkrauts Leontodon hispidus, und weil die Blüte auf dem schwankenden Stängel gerade mal nicht allzu sehr vom Wind aus dem Fokus gezogen wurde, ist hier ein Wildbienen-Porträt gelungen, mit ziemlichem Damenbart: vielleicht eine Rotschopfige Sand- oder Erdbiene Andrena haemorrhoa.

Es gibt in diesem Jahr hier in unserer Umgebung kaum Schmetterlinge, darum war ich um so erfreuter, etwas Blaues im Gras der Wiesen-Insel zu entdecken, das sich tatsächlich als weiblicher Hauhechel-Bläuling Polyommatus icarus heraustellte, der von einem Gänseblümchen Bellis perennis speiste.
Ein anderes Blau zwar, aber auch Kornblumenblüten Centaurea cyanus finde ich immer wieder anziehend, und die Insektenwelt auch. Hier passen Blau und das Muster am Rand der Beerenwanze Dolycoris baccarum gut zum Bläulingsfoto.

Das Grün der Rosen-Malve Malva alcea ist schon mal da, die hellrosa Blüten werden hoffentlich bald folgen. Ich hatte von einer Wiese Samen mitgenommen und im Garten ausgestreut, aber bisher nur diese eine Pflanze entdeckt. Auch die Heidenelke Dianthus deltoides ist so ein hoffnungsvolles Mitbringsel von einer Stelle an der Lüchow-Wustrower Bahnstrecke, wo im vorigen Jahr der Strassenbau viele der dort gedeihenden Pflanzen vernichtet hat und ich schnell noch ein paar recht welke, aber wenigstens bewurzelte Stückchen vor dem Überteeren retten konnte.

Auf einer Magerwiesen-Margerite Leucanthemum vulgare der „Margeriten-Insel“ fotografierte ich die erste Wildbiene, möglicherweise eine Blattschneiderbiene Megachile, die zweite auf der Vielblütigen Rose Rosa multiflora ist so mit hellem Blütenstaub überpudert, dass ich es noch schwieriger finde, ihr z.B. in der „Insektenbox“-Übersicht Ähnliche zu finden.

Auch die Biene auf den unteren beiden Fotos, in der dottergelben Taglilienblüte Hemerocallis, die beim Pollensammeln die Staubgefässe „umarmt“, bleibt hier erstmal nur als „Wildbiene“ bezeichnet. Ihre Art ist die einzige Wildbienenart im Garten, die ich wiederholt in den Taglilien beobachte, und die mit einem ganz zielgerichteten Können dort Pollen sammeln.

Bitte zum Vergrössern der Pflanzen- und Insektenfotos die kleinen Bilder anklicken!

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6 Gedanken zu “Quer durch den Garten

    • Bei mir hat er verschiedene Plätze, halbschattig und ziemlich schattig macht er auch mit. Aber das Interesse der Insekten ist nur mässig. Ich habe auch alte Fotos von Vorjahren angeschaut, weil ich dachte, das sei nur dieses Jahr so extrem, aber doll war es vorher auch nicht, keine Ahnung wieso, denn er erfüllt eigentlich optisch alle Insektenwünsche: Gelb, offen, ungekünstelt … kann aber sein, dass es an den Gegenangeboten liegt. Bei mir liegen Malven und Salbei auch bei weitem nicht so hoch in Kurs wie bei dir.

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