Plaza de la Encarnación – Plaza de la Marina Española – Jardines de Sabatini

Von der Plaza de Oriente gelangte ich, neugierig auf eine von weitem zwischen Bäumen sichtbare Ziegel- und Feldsteinmauer über die Calle de Pavía und vorbei an den Jardines del Cabo Noval zur Plaza de la Encarnación. Dort fing zunächst ein purpurrosa blühender, wirklich großer Judasbaum Cercis siliquastrum meine Aufmerksamkeit, bevor ich mich dem grossen Gebäude zuwandte, das sich als ein Kloster erwies, das Real Monasterio de la Encarnación .
Davor steht ein Denkmal für den Dichter Lope de Vega aus dem Jahr 1902, geschaffen in Zusammenarbeit des Bildhauers Mateo Inurria Lainosa mit dem Architekten José López Sallaberry .
Das Augustinerkloster wurde zu Beginn des 17. Jhs. vom Architekten und Mönch Alberto de la Madre de Dios im Herrera-Stil entworfen und neben dem damaligen Königspalast, dem Real Alcázar de Madrid, errichtet. Entlang der Klostermauern führt die Calle de la Encarnación zur Plaza de la Marina Española, wo sich das Senatsgebäude befindet. Davor steht ein säulenartiges, 16 Meter hohes Denkmal zu Ehren Antonio Cánovas del Castillo (1818-1897, Staatsmann, 7. Regierungspräsident Spaniens, Dichter, Historiker u. Restaurator der Monarchie in Spanien) aus dem Jahr 1901, entstandem in Zusammenarbeit des Architekten José Grases Riera mit dem Bildhauer Joaquín Bilbao Martinez . Kaum am Senatsgebäude vorbei sahen die Häuserreihen bis zur Calle de Bailén wieder wohltuend normal-kleinbürgerlich aus, mit Bars und kleinen Geschäften. Das wurde zwar von der breiten Strasse und dem Anblick der Nordseite des Königspalasts gleich wieder unwirksam gemacht, aber immerhin bot sich ein kleiner Moment der Erholung zwischen dem Eindrucksvollen und dem Imposanten, und gleich danach erreichte ich mein eigentliches Ziel des Morgens, die Jardines de Sabatini.

 

Die Jardines de Sabatini wirken älter als sie sind: sie wurden erst in den 30er Jahren des 20. Jhs. angelegt, wo sich früher die Stallungen des Schlosses befunden hatten, und weil diese beim Bau des Königspalastes im 18. Jh. durch den Architekten Francesco Sabatini entworfen worden waren, benannte man die Gartenanlage nach ihm. Die darin aufgestellten Skulpturen waren ursprünglich für das Dachgesims des Palastes vorgesehen, und zusammen mit den labyrinthartig beschnittenen Buchsbaumhecken und Wasserbecken ist es eine sehr hübsche, zur der Gestaltung der Plaza de Oriente passende Anlage.
In einem blühenden Judasbaumzweig entdeckte ich etwas, das ich über das Web als ein > Marteniza-Armband identifizierte: einem sehr hübschen bulgarischen Freundschafts- und Frühlingsbrauch gemäß hat das jemand dorthin gehängt.

Fotos vom Morgen des 12. April 2017 in Madrid, Spanien – zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

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