Flechten und andere Verbindungen

Flechten und andere Verbindungen – dass diese Fotos zusammenpassen, miteinander eine Gruppe bilden, das fühlte ich schnell, aber dies in Worte zu fassen, fand ich schon schwieriger. Flechten, kurz erklärt, sind symbiotische Verbindungen, die Pilze mit photosynthese betreibenden Algen eingehen (siehe > Wikipedia „Flechte“). Die Berührung der beiden Kirsch-Stämme sehe ich wie einen Kuss, eine wiederkehrende Verbindung, aber keine dauerhafte Verwachsung – sie scheinen sich, wahrscheinlich durch Einwirkung von Sturmböen, immer wieder zu trennen.
Die Art und Weise, wie der Flechten?bewuchs das Wabennest mittlerweile umwächst und integriert, erstaunt mich jedesmal, wenn ich daran vorbei komme – leider weiß ich immer noch nicht, welche Insektenart es ursprünglich gebaut und bewohnt hat.
Die Fotos sind am Nachmittag des 9. Februar 2017 bei Lüchow entstanden.

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20 Gedanken zu “Flechten und andere Verbindungen

      • Ich werd verrückt ;-), wer hätte das gedacht ? Auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen, daß Raupen (und dann noch dieser Eichenprozessionsspinner), solche Wabennester anlegen !! Vielen Dank fürs Nachforschen. Meine Neugier ist gestillt 🙂

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            • Recht viele, und bevor ich wußte, dass die gefährlich sein sollen, habe ich mir die Raupen auch öfters mit Interesse angesehen – daraus habe ich zwei Dinge gelernt: wie Eichen-Prozessionsspinnerraupen aussehen, und dass ich nicht allergisch bin. Zumindest, vom Gucken in der Nähe nicht. Ich habe den nicht den Drang, alles anzufassen, was mich interessiert, und das ist manchmal besser so.

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              • Das ist in der Tat gut so 🙂 Das muß schon witzig aussehen, wie die alle hintereinanderwech den Baum rauflaufen ! Ich hatte mal von einem Wissenschaftler gelesen, der solche Spinnerraupen in einem Versuch über ein rundes Gefäß hat laufen lassen. Sie sind dann nach Tager erschöpft zusammengebrochen, weil sie immer und immer wieder drumherumgelaufen sind und kein Ende gefunden haben. Fieser Versuch !!

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                  • Keine Ahnung…vielleicht sowas wie einen umgekrempelten Schlauch, dessen Grenze sie nicht überwinden können. Dann würden sie vermutlich endlos um den Stamm laufen…die armen Dinger wollen doch auch nur leben…

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                    • Die Medien machen ja um sie ziemlich Panik, so dass die Baumpfleger da mit Gift zugange sind. Manchmal frage ich mich allerdings, ob es sich bei einer Massenpanikmache diesen Ausmasses nicht eher um eine verkaufszahlennützliche Nebelwolke handelt. Es gibt sogar Vögel, die die Viecher anscheinend unbeschadet fressen – der Kuckuck z.B. tut es.

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                    • Ich fragte mich schon des öfteren, wie man mit ihnen in den Mittelmeerländern, oder wo sie sonst beheimtat sind, lebt und umgeht und hab noch nie von solchen Berichten gehört. Die extremen allergischen Reaktionen, die sie auslösen können, sind natürlich heftig, aber sie aus dem Grund flächendeckend eliminieren zu wollen – ist das die Lösung ? Das mit der ‚Nebelwolke‘ hast du schön gesagt 😉 – Wie gesagt, wie lebt man anderswo damit ? Heftig finde ich diese Gespinnstmotten, die von den Bäumen kein Blatt übriglassen. Naja, durch die Erwärmung wandelt sich so vieles und falls Freßfeinde fehlen, wirds blöd, aber wenn der Kuckuck die „Spinner“ mag…

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