Wieviel Winter haben wir noch? – 3. Grün (Blätter und so)

Die Blättchen des kleinen Pfirsichbaums haben mir die Auswahl der Pflanzen für den 3. Teil zur Frage, mit wieviel Winter wir es noch zu tun haben, nahe gelegt: diejenigen, die sich ebenfalls unverzagt mit grünen Blättern zeigen. Es sind noch mehr, als mir beim Tagesdämmerlicht am Nachmittag des 4. Februar 2017 Fotos gelungen sind, aber dies sind meine Beispiele:

Auf den ersten beiden Fotos sieht man die Hasel Corylus avellana im Garten, in die eine immergrüne, stachellose Brombeere Rubus fruticosus hinaufwächst, und Haselkätzchen vor dem Hintergrund des Stammes, der ganz grün ist von einem Flechtenmantel.

Silbrig grün und ausdauern ist auch das Laub vom Woll- oder Silberblatt-Lavendel Lavendula lanata und dem Zwerg-Schmetterlingsfliederstrauch Buddleja davidii var. nanhoensis ‚alba‘, die beide nebeneinander an der Terrasse wachsen.

Auf diesen beiden Bildern ist die Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum zu sehen. Besonders beruhigend ist hier für mich, dass diese große Königskerzenart sich tatsächlich wie eine mehrjährige Staude verhält, nicht zweijährig wie andere Königskerzen, die ich auch im Garten habe. Ihre umfangreiche Blattrosette scheint eher jeden frostfreien Tag zu nutzen, um zu gedeihen, auch wenn das einzig Grüne am Blütenstängel der vorigen Saison nur eine winzige kleine Flechte ist, die sich darauf angesiedelt hat.

Auch der Oregano Origanum vulgare zeigt am Grund der Staude frische Blätter und eine der jungen Roter-Fingerhut-Rosetten Digitalis purpurea, die im kommenden Sommer Blüten treiben wird, leuchtet schön grün und saftig.
Die unteren beiden Fotos schließlich zeigen trockene Vorjahres-Stängel und diesjährige junge Blätter von der Wegwarte Cichorium intybus:

Als ich beim Aufrichten der von Wind, Regen und Schnee niederliegenden trockenen Pflanzenteile, wegen vielleicht noch enthaltenen Samen und als Schutz für die Vögel, diese plötzlich lose in der Hand hielt, bemerkte ich, dass die inzwischen zwei Jahre alten, groß gewordenen Zichorien-Wurzeln von Wühlmäusen abgefressenen worden waren. Aber ich entdeckte auch die bereits ausgetriebenen jungen Blätter an den Wurzelresten, habe daraufhin diese Reste zerteilt, sie an andere Stellen im Garten verteilt wieder eingepflanzt. Ob es gelingen wird, so aus den Resten junge Pflanzen zu erhalten, erwarte ich mit Spannung.

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6 Gedanken zu “Wieviel Winter haben wir noch? – 3. Grün (Blätter und so)

  1. Für den Moment sind die Aussichten eher kalt mit Minustemperaturen. Da tun solche feinen Farbtupfer und Aufheller richtig gut. Überstehen wir zuerst den Februar und hoffen auf den baldigen Frühling. Und bleiben wir optimistisch. Jammern kann man immer noch…im Blog 🙂

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    • Ich habe nichts gegen ein langsames Übergehen vom dunklen Winter zum Hellerwerden gibt es schon genug Veränderungen, ohne gleich „spektakulären Frühling“ haben zu wollen. Will ich gar nicht. Ich habe dieses Kleine, sich langsam Entwickelnde, wenn der Winter sich, durchaus wechselhaft, aber an der Natur abzulesen doch merklich zurückzieht, sehr gern.

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      • Das unterschreibe ich gern. Da sind wir schon zwei. Ich mag auch einen langsamen Übergang sehr gern. Wenn ich nach draußen blicke, schaue ich u.a. auf Apfelbäume und auf einen alten Eichenbaum und es ist jedes Jahr spannend zu sehen wie der Frühling sich langsam am Eichenbaum zeigt. Insgesamt ist die Natur faszinierend zu beobachten…zu allen Jahreszeiten.

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