„Die Eiche“ fotografieren, solange sie noch steht

„Die Eiche“ – ich muss sie einfach noch häufiger fotografieren, solange sie noch steht! Also habe ich sie auch heute wieder sowohl aus der Nähe im Garten, als auch aus der Ferne beim Spazierengehen mit Bongo besonders berücksichtigt.
Vom freien Feld aus gesehen ist klar, dass ein Baum, der mit seinem Zwillingsstamm ausgerechnet quer und frei zur Hauptwindrichtung steht, starken Belastungen ausgesetzt ist. Auch lässt sich nicht leugnen oder beschönigen, dass in den vergangenen Jahren die Windbelastung zugenommen hat, und zwar das ganze Jahr hindurch.

In den kommenden Tagen werde ich weiter um meine Eiche herumlaufen, um sie zu beobachten, damit es keine noch eiligeren Überraschungen gibt, und um sie zu fotografieren. Ich will Erinnerungsfotos haben, aber auch mich an den Gedanken gewöhnen, dass es bald eine ganz andere Ansicht vom Garten und dieser Seite des Ortsrandes geben wird und mir gleichzeitig Gedanken dazu machen, wie sich die Veränderung bemerkbar machen wird und wie ich damit am vorteilhaftesten gestalten kann.
Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in den Galerien anklicken! – Alle Fotos sind vom Nachmittag des 14. Januar 2017, Lüchow.

Advertisements

17 Gedanken zu “„Die Eiche“ fotografieren, solange sie noch steht

  1. Schöne Aufnahmen. Wir haben große Bäume vor dem Haus. Gerade gestern ist großer morscher Ast aus einer efeuumwandeten Kiefer unter Schneelast herabgestürzt. Ich habe seinerzeit sehr um den Erhalt dieses Baumes gekämpft – jetzt verabschiedet er sich selbsttätig.

    Gefällt mir

    • Danke, liebe Uta, das bestätigt mich darin, die Hoffnung nicht der Sicherheit vorzuziehen, obwohl ich diese Eiche ursprünglich für den einzigen Baum erklärt habe, den ich für besonders wichtig halte.
      Anscheinend ist das Loslassen eine Tätigkeit, die man ständig üben muss.

      Gefällt 1 Person

  2. Gerade habe ich festgestellt, dass meine Kommentare auf anderen Blogs einfach nicht ankommen.
    Falls also bei jemandem mehrere gleiche von mir irgendwann doch noch erscheinen, dann liegt es daran, dass ich zunächst dachte, meinen Kommentar nicht gesendet zu haben.
    Ich hoffe, die Macke bleibt mir nicht. In der Vergangenheit bedeutete das schlimmstenfalls, ein neues Profil einrichten zu müssen….

    Gefällt mir

  3. Ich hänge ja auch immer so an Erinnerungen, denn meist ist es ja das, was man damit verbindet. Im Garten meiner Oma stand ein Kirschbaum, (und ganz viele andere Obstbäume) der war riesig und ist wohl zur Geburt meines Opas gepflanzt worden.

    Jedes Jahr war er prall voller Kirschen. Und die schmeckten. Ich konnte davon gar nicht genug bekommen. Mein Cousin konnte so viele Kirschen nicht ab und musste sich regelmäßig übergeben. Einige Äste waren so niedrig, dass sogar wir Kinder mit Hüpfen dran kamen.Wir konnten es gar nicht erwarten und aßen die ersten Kirschen schon, als sie gerade einen Hauch rötlich wurden. Als wir dann etwas größer waren, durften wir auf das Flachdach und konnten uns da satt essen. Ich fand vom Baum in den Mund immer besser als aus dem Eimer. Da waren die irgendwie gar nicht mehr richtig frisch. Geht mir heute auch noch so…

    Meine Oma ließ immer nichts umkommen und turnte auf Leiter und Baum herum um auch die allerletzte Kirsche vom Baum zu klauben. Sie verkaufte sie in der Nachbarschaft. Meine Güte, wir oft sie aus dem Baum gefallen ist, unglaublich. Einmal hatte sie sich das Handgelenk gebrochen und fluchte auf tschechisch wie ein Rohrspatz.

    Als das Haus verkauft wurde, war ich sehr traurig. Das bedeutete, niemals wieder diesen Baum zu sehen. Der Mann war dort als Heizungsbauer mal und da stand der Baum noch. Allerdings hatten sie fast alle Apfel- und Pflaumenbäume gefällt. Auch den Eierpflaumenbaum und den riesigen Flieder.

    Deine Eiche wird sich bestimmt auch nach und nach verabschieden… …aber die Erinnerung wird bleiben… 🙂 – irgendwie tröstlich!

    Gefällt 1 Person

  4. Ach ja, wir waren gestern zum Bogenschießen eingeladen. Auf dem Hof stehen ein paar Eichen. Die eine musste vor kurzem gefällt werden. Sie haben einen ca. 1,5 m hohen Stamm stehen lassen und gestern war ein Kettensägenschnitzer vor Ort und hat dort eine Eule geschnitzt, die auf einem Ast sitzt, am Ende des Astes hängt eine Laterne. Sah sehr schön aus. Das wäre vielleicht eine Alternative? Etwas Altes geht, dafür entsteht etwas Neues, an dem man sich erfreuen kann…

    Gefällt 1 Person

    • Gute Idee, aber der Stamm ist bis unten gerissen, das wäre höchst ungewiss, ob nicht schon alles auseinanderfällt, wenn man versucht, das Holz zu entrinden und mehr zu bearbeiten.
      Ich will es grün bzw. herbstbunt und mit Tieren, die den „Ersatzbaum“ nutzen, das ist im Augenblick mein Ideal.

      Gefällt mir

  5. Schön im Bild fest gehalten, wenngleich der Anlass eher traurig ist. Doch die Erinnerung bleibt, auch dank der Fotos. Loslassen wird nie normal sein. Bäume sind durch das ganze Jahr ein Highlight für mich. Ich denke momentan an ein Langzeitprojekt. Mit einer 500 Jahre alten Eiche durch das Jahr. Das Modell habe ich und die ersten Fotos im Januar sind bereits gemacht. Ich bin gespannt was daraus werden wird.

    Gefällt 1 Person

  6. Ein schöner Baum und ein schöner Anblick. Ich kann mich von Bäumen auch nur schwer trennen, aber irgendwann müssen wir alle mal gehen…hab ich gehört 😉 So ist es doch schön, wenn du noch Erinnerungsfotos mit der prächtigen Eiche hast !!

    Gefällt 1 Person

  7. ich habe hier eine Birke vor dem Fenster stehen, die sich Jahr für Jahr mehr nach links neigt. Es fällt nur auf, weil man an der mehrstöckigen Fassade in der Fenster übereinander eingebaut sind, sieht, dass der Birkenstamm unten noch rechts vom untersten Fenster ist, an der obersten Etage aber links vom Fenster. Da sich die Neigung von Jahr zu Jahr verstärkt fürchte ich, dass irgendwann der Baum durch das Gewicht der Krone umkippt. Das wäre schade…

    Gefällt 1 Person

    • Für das Birken-Mögen bekommst du ein Extra-Sternchen! In letzter Zeit hört man immer nur Nörgeln über diese schönen Bäume. Leider wurzeln sie nur flach, und wenn es stürmt und gleichzeitig den Boden aufweicht, dann kippen sie leichter um als Eichen. Ich hoffe, sie hält sich noch recht lange. Birken finde ich so schön freundlich.
      Meine Eiche – das ist die gute Nachricht des Tages – kann vielleicht doch noch etwas höher stenehbleiben als nur als Stumpen, so dass sie wieder austreiben kann. Nicht so schön wie vorher, aber immerhin ein Baum statt kein Baum. Heute waren die Landschaftsgärtner da, mit schwerem Gerät. Der Garten sieht aus wie ein Schlachtfeld, voller Äste der Eichenkrone, die zwar „scheibchenweise“ Stück für Stück heruntergesägt worden ist, aber es steht doch mehr als befürchtet – mit Vorbehalt und unter Beobachtung in den kommenden Jahren. Es ist unglaublich, wie schwer so ein meterlanges Stück frisches Holz herunterdonnert. Wenn ich mir vorstelle, da wäre mehr und unkontrolliert abgebrochen, dann bin ich froh, es auf diese Weise abgewendet zu haben.
      Trotzdem und mit Idefix gesagt: *jaul!*

      Gefällt mir

      • Birken sind meine Lieblingsbäume. Die Menschen sollten sich lieber mal langsam mit der Natur arrangieren als immer nur versuchen die Natur nach Ihren Vorstellungen umzugestalten. Möglicherweise ist das Harz der Bäume für Autolacke nicht besonders bekömmlich – aber als die Erde geschaffen wurde hatte der Schöpfer wohl nicht im Sinn, dass Umweltverschmutzende Autos wichtiger sein würden als Sauerstoff erzeugende Bäume. Also meine ich wenigstens…
        Ich habe ein Sternchen – ich habe ein Sternchen – ich hab ein Sternchen – tanzend ab..

        Gefällt 1 Person

Über Kommentare freue ich mich | thank you for your thoughts!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s