Dannenberg: an den alten Jeetzel-Gärten

Eigentlich fand ich zufällig dorthin, aus Neugier, weil ich für meinen > Dannenberg-Spaziergang mein Auto in der Nähe des Mühlentors auf einem etwas versteckt liegenden Parkplatz abgestellt hatte und im Vorbeigehen dem schattigen Pfad nicht widerstehen konnte:

So entdeckte ich die Melancholie der alten Jeetzelgärten am Dannenberger Querdeich, zwischen distel- und königskerzenbestandenem Bauschuttbereich beim neuen DRK-Altenheim und der Kreuzung der beiden Bundesstrassen 216 und 191.

Dort wecken die von alten Hecken umrahmten alten Schrebergärten in der Nähe der Jeetzel, bauwirtschaftliche Begehrlichkeiten, wobei es nicht um den Erhalt der alten Gärten geht, sonder nur um die Wahl zwischen Scylla und Charybdis, Wohn- oder Gewerbegebiet.
Darüber könnte man beispielsweise im Wendland.net-Blog einen Artikel aus dem April diesen Jahres lesen > Dannenberg: Querelen um Siedlungsgebiet am Querdeich

Ein grosser Teil der Gärten scheint bereits von den Menschen aufgegeben, während nur die Obstbäume und einige Rosen tun, wozu sie da sind, während ihnen Wildblumen und Gräser Gesellschaft leisten – auf den Bildern hierüber zu sehen.
Aber einen trotzigen Garten entdeckte ich doch:

Auch wenn ich die typische Schrebergartenordentlichkeit für (m)einen Ziergarten nicht ideal finde, vermochte sie mich hier als Element der Ausdauer, Fürsorge und Liebe zu überzeugen und zu rühren.
Das griese Wetter steuerte seinen Anteil zur Stimmung bei, die sich wegen des spürbar Vergänglichen dieses Ortes nicht so positiv entwickelte, wie es einige der romantischen Anblicke hätten hervorrufen können.

Die kleinen Bilder in den Galerien bitte zum Vergrössern anklicken!

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6 Gedanken zu “Dannenberg: an den alten Jeetzel-Gärten

  1. Bei meiner Oma war auch immer alles in Reih und Glied. Ich befürchte, wenn eine vorwitzige Sämerei nach dem Wässern aus der Reihe tanzte, wurde sie rigoros entfernt. Auch das böse UNkraut wurde täglich gehackt und kam dann auf den Kompost. Da herrschte Zucht und Ordnung. Wir hatten aber auch ein Kinderbeet. Da durften wir uns auslassen und da wurde unsere Kreativität uneingeschränkt geduldet, vielleicht sogar ein bisschen neidisch beäugt? Meine Oma war ja eigentlich ein bisschen crazy, aber das gehörte sich ja nicht. Die anderen Gärten sahen ja auch alle ordentlich aus.

    Ich bin noch heute sehr unordentlich in meinen Rabatten. Da wächst alles kreuz und quer. Ich mag keine gezwungene Ordentlichkeit in meinem Garten – bewundere sie aber durchaus in anderen Gärten, wenn die Beete scheinbar mühelos immer ordentlich und gepflegt sind. Wie Du schon sagst, es rührt einen irgendwie an.

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