Zweiter Tag in Lissabon: An der Rua de São Tomé auf Amalia Rodrigues getroffen (22)

Wo die Rua de São Tomé (links, leicht nach oben ) sich mit der Travessa São Tomé (rechts, bergab) gabelt, verbinden hinter dem kleinen „Plätzchen“ mit Bäumen und Bänken die Stufen der Escadinhas de São Tomé dahinter auch noch einmal. Jemand hat mit Gelb einen Baum umhäkelt.

2016-03-30 Lissabon (Portugal) Tag 2-11 Rua de São Tomé (2) Gabelung mit Travessa São Tomé

Hinter der Biegung des Strassenverlaufs vom oberen Bild schaut man von der Rua de São Tomé (unten) die Calçada do Menino de Deus hinauf, wo sie oben bei dem kleinen weissen Häuschen mit einem kleinen Fliesenbild als Fassadenschmuck auf die Rua dos Cegos trifft, auf die „Strasse der Blinden“. Dieses Häuschen ist eines der im Lissabon nach dem Erdbeben von 1755 seltenen Gebäuden aus der Zeit davor, aus dem 16. Jh. nämlich. Nicht so das Fliesenbild, das zwar sein religiöses Motiv, eine Monstranz mit flankierenden Cherubim, im Stil des 17. Jhs. aufgenommen hat, aber um 1930 von unbekannten Handwerkern gefertigt wurde.

2016-03-30 Lissabon (Portugal) Tag 2-11 Rua de São Tomé (3B) Calçada do Menino de Deus + Rua dos Cegos

Vor die Wahl gestellt zwischen der recht steil bergauf führenden Calçada do Menino de Deus oder der abwärts verlaufenden Rua de São Tomé, entschied ich mich für die bequemere Variante. So kam ich dem kleinen Häuschen oben an der Rua dos Cegos zwar leider nicht näher, aber dafür entdeckte ich den kleinen Platz mit dem grossen gepflasterten Bild einer der bekanntesten Fado-Sängerinnen Portugals, das > Monumento a Amália Rodrigues.
Der portugiesische Street-Art-Künstler Alexandre Farto, auch bekannt unter dem Namen > Vhils, hat es erdacht und im Sommer 2015 mit Strassenarbeitern der Stadtverwaltung Lissabon umgesetzt. Die grosse Idee sollte eigentlich auf ein 12 x 12 cm kleines Quadrat passen: auf das Cover einer CD!

2016-03-30 Lissabon (Portugal) Tag 2-11 Rua de São Tomé (5) Calçada do Menino de Deus+Monumento a Amália Rodrigues

Amália da Piedade Rebordão Rodrigues, geboren 1920 in Lissabon und dort verstorben 1999, wurde in der Stadt mehr als nur ein Denkmal gesetzt; mit ihr bekam der > Fado durch die beginnenden Blüte der Medien und Tonträgerindustrie eine international verbreitete Stimme, wozu die vielen im Ausland lebenden und arbeitenden Portugiesen mit ihrer Liebe zur „Musik der Sehnsucht“ sehr beigetragen haben. Ein Beispiel zum Anhören habe ich gefunden, bei dem das Portrait auch ganz gut zum Strassenbild passt > „Primavera“ – Amália Rodrigues

Fotos vom 30. März 2016, meinem zweiten Tag in Lissabon (22).

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4 Gedanken zu “Zweiter Tag in Lissabon: An der Rua de São Tomé auf Amalia Rodrigues getroffen (22)

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